Der Magic Baron mit NO EXIT
Am 11. und 12. April 2010: EXIT
Man fühlte sich in die gute alte Zeit versetzt. Auf der Bühne stand ein Magier stilecht in Frack und Weste gewandet, mit Galonstreifen und Frackschößen. Er verzichtete auf das Mikrofon, ebenso auf jegliche Musik- und Lichteffekte. Er brillierte vielmehr mit seiner Bühnenpräsenz, mit seiner Stimme. Und schaffte so - eben ohne technische Hilfsmittel - eine noch größere Nähe zum Publikum, als sie ohnehin im UNIKUM schon gegeben ist.
Das gefiel den Zuschauern, ein Baron der volksnah war ("Ich bin der Wolff"), aber mit zeitgemäßen Zauberkunststücken. Ganz stark sein "Hütchenspiel mit Riesenkarten" und die fliegenden Karten, die nie alle wurden. Aber auch sein Pokerspiel mit drei Zuschauern.
Überhaupt band er das Publikum oft und behutsam in die Handlungen mit ein, nicht ohne dass die Effekte manchmal aber schockierend waren: Die kaputte Armbanduhr oder der lichterloh brennende 50 €-Geldschein. Beides jeweils vom Zuschauer entliehen. Von Keyserlingk behielt aber die adelige Catenance und entschuldigte sich beim Geldscheinbesitzer. Gott sei Dank erschien der Schein dann doch wieder in einer von drei Zitronen des Becherspiels. Wenn auch erst einen Trick später.
Es wurden Zeitungen restauriert, Bälle erschienen, Münzen wanderten, ein zerschnittenes Seil wurde wieder ganz, ein frisch gezapftes Bier erschien. Der Magic Baron: "Prost, jetzt ist 20 Minuten Pause". In der 2. Hälfte ging es dann genau so unterhaltsam weiter. Einfühlsam war auch seine Zugabe. Einem kleinen Mädchen gelang es, immer die heile Serviette zu haben, während Wolff die zerrissene in der Hand hielt.
Danke Wolff von Keyserlingk!
Impressionen
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