Rückblick auf das Gastspiel
Pit Hartling u. Thomas Fraps
von Pit Hartling und Thomas Fraps am 15. und 16. September im UNIKUM. Es entpuppte sich als die die etwas andere Zaubershow. Ja, bei den wissenschaftlichen Dialogen der beiden Zauberkünstler musste man als Zuschauer schon gut zuhören können. Wen wunderts, denn Hartling studierte jahrelang Philosphie und Psychologie und Fraps ist von Haus aus Diplom-Physiker. Also prädestiniert, Naturgesetze auf den Kopf zu stellen und sie amüsant mit der Zauberei zu verbinden.
So war z.B. die Formel aus der Relativitätstheorie an der Tafel tatsächlich eine mathematisch korrekte, in der dann das Wort "Spaten"(-Brauerei) erschien.
Das Publikum hatte schnell Spaß am Wortwitz der Beiden, zu schön war der professionelle Nonsens ("Wohin verschwinden denn eigentlich immer einzelne Socken?"). Postwendend wurde jede Theorie durch Experimente belegt. Diese waren dann - wie zufällig - auch zugleich magische Höhepunkte.
So krachte eine schwere Bowling-Kugel mitten in die Farbenlehre, Materie zerbröselte in seine Bestandteile oder verschwand ins Paralell-Universum, eine Zuschauerin testete den Einfluß von Musik auf Spielkarten. Überhaupt waren Gegensätze an diesem Abend angesagt: ein riesiger Gorilla entging (scheinbar) der Aufmerksamkeit des Publikums, ein Quark (kleinstes Teil der Materie) saß genau so knallrot wie fett auf der Bühne und plauderte über seinen grauen Alltag.
Haben Pit Hartling und Thomas Fraps mit ihrer wissenschaftlichen Zaubershow eine neue Sparte in der Magie
geschaffen?
Auf jeden Fall haben sie das Publikum im UNIKUM begeistert. Anzumerken ist, dass beide trotz oder auch wegen ihres akademischen Werdegangs ihr Hobby, das Zaubern, zu ihren Beruf gemacht haben. Auch das merkte man.
Impressionen
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