Martin Sierp u. Sascha Grammel

Sie waren ja vor fünf Jahren schon einmal bei uns. Mit der neuerlichen Veranstaltung wurde erfüllt, worauf sich viele im Publikum - speziell bei diesen Künstlern - schon wochenlang so gefreut hatten: Gekonnte Zauberei gepaart mit hinreißender Komik - oder war es eher umgekehrt?

Ein ums andere Mal schallten Lachsalven durch das ausverkaufte Haus. In einem Mix aus ihren Soloprogrammen ("Hetz mich nicht" und "Fürst der Finsternis") - sozusagen das Beste daraus - setzten Sascha Grammel und Martin Sierp immer noch einen drauf.

Sascha Grammel hob sich wohltuend von der oft plumpen Anmache der Bauchredner aus den Karnevalssitzungen der letzten Wochen ab. Er agierte mit Figur und Publikum feinfühlig, war mit seinen tierischen Partnern eins. Mit dem schielenden Fredirik Freiherr von Furchensumpf, einer Mischung aus Adler und Fasan, der auch mal leise Töne anschlug, war gar tief traurig wegen seines Augenfehlers. Mit Josie, der Schilldkröte, die als "Geldautomat" daherkam und den Umgang mit Kreditkarten aufs spöttische Korn nahm. Konsequenz: am Ende wurde die Karte einbehalten.

Überhaupt: Saschas Finger-Schattenspiele waren der perfekte Auftakt für die Show, das Publikum kam sofort auf Temperatur. Martin Sierp kam als blutiger Vampir - eine mystische Nummer? Nichts da, es war zum Hinschmeißen - vor Lachen. Später als mafioser Luigi holte er "Eros" auf die Bühne, in einer anderen Szene goß er so viel "Aller"-Wasser in die Handtasche einer Zuschauerin, bis es aller war.

Mehr sei nicht verraten, denn am 8. März kommen die sympathischen Berliner nochmal ins Wolfsburger UNIKUM.
Mit Gefallsgarantie.



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